Jugendhilfe organisiert Youth Future Day

03 Jul

Unter dem Titel „Gemeinsam sind wir gut und bunt – ohne uns läuft´s nicht rund“ haben die Einrichtungen der offenen Jugendarbeit der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (LAG) den Youth Future Day am 2. Juli 2019 auf dem Bremer Marktplatz organisiert. Ziel der Veranstaltung unter Beteiligung vieler Jugendlicher war es, den Forderungen der LAG Nachdruck zu verleihen und gleichzeitig die Angebotsvielfalt der Jugendhilfe zu präsentieren.

„Die offene Jugendarbeit ist für die persönliche Entwicklung von Jugendlichen extrem hilfreich und notwendig und eine gesetzlich verankerte Pflichtaufgabe der Länder und Kommunen. Nur ist diese Pflichtaufgabe im Land Bremen nicht ausreichend finanziert. Wichtigen Projekten droht das Aus. Die LAG FW will auf die hervorragende Arbeit und auf die Bedeutung einer auskömmlichen Finanzierung der offenen Jugendarbeit hinweisen. Jugendförderung braucht mehr Geld, um den sozialen Frieden zu wahren,“ sagt Landesdiakoniepastor Manfred Meyer, Vorstandsmitglied der LAG FW.

An den Ständen der Jugendhilfe konnten sich Interessierte über die Arbeit der Einrichtungen informieren und an verschiedenen Aktivitäten („Schlag den Sozialarbeiter“, Malen, Fußballspielen) teilnehmen. Auch die Jugendhäuser Hemelingen, Tenever und Horn, das Alkoholfreie Jugendcafé und andere Projekte der Diakonischen Jugendhilfe, Alten Eichens und St. Petris, waren aktiv vertreten. Auf der Bühne gab es ebenfalls ein buntes Programm mit tänzerischen und musikalischen Aufführungen der Jugendlichen. Auf einem Plakat konnten die Jugendlichen außerdem kommentieren, ob ihre Interessen in Bremen ernst genommen werden. Dort wurde vor allem mehr Raum und mehr Geld, um Projekte umzusetzen, von den Jugendlichen gefordert.

Bei einer Diskussionsrunde, moderiert von Landesdiakoniepastor Manfred Meyer, bekannten sich die jugendpolitischen Sprecher*innen Sandra Ahrens (CDU), Birgit Bergmann (FDP), Sahhanim Görgu-Philipp (Grüne), Birgitt Pfeiffer (SPD) und Cindi Tuncel (LINKE) klar zu einer strukturellen und finanziellen Aufwertung der Offenen Jugendarbeit, so wie es die Koalitionäre auch im Entwurf ihres Koalitionsvertrags festgehalten haben (ab Seite 50).

Ein besonderes Highlight war das „Menschen-Kicker“-Match, bei dem die jugendpolitischen Sprecher und Sprecherinnen gegen Jugendliche der Offenen Jugendarbeit angetreten sind. Die Gewinner waren in doppelter Hinsicht die Jugendlichen, die nicht nur das Match gewonnen, sondern auch erfolgreich mit dem Youth Future Day auf ihre Interessen und die wichtige Jugendarbeit in Bremen aufmerksam gemacht haben.

Danke für diese sehr gelungene Aktion an alle Jugendlichen und Kolleg*innen von St. Petri und Alten Eichen, die an der Veranstaltung mitgewirkt haben!  

Text und Fotos: Regina Bukowski