Drei Angebote unter einem Dach - Das Atriumhaus in Tenever

08 Nov

Feierliche Eröffnung der Angebote im Atriumhaus in Osterholz-Tenever

Zukünftig sind im Atriumhaus, Otto-Brenner-Allee 58a in Osterholz-Tenever, gleich drei wichtige Angebote der St. Petri Kinder- und Jugendhilfe gGmbH sowie der Dikita gGmbH untergebracht. Durch eine neu entstehende Kooperation von DiKita mit den Weltenbummlern (Kindertagesbetreuung) sowie St. Petri mit der Heilpädagogischen Tagesgruppe und den Flexiblen Hilfen (Stadtteilbüro Tenever) werden Ressourcen und Fachkompetenzen gebündelt. Von den positiven Effekten der räumlichen Nähe werden alle profitieren, denn zukünftig können auf viele Bedarfe von Familien aus Tenever aus einer Hand bzw. aus einem Haus reagiert werden.

Bei der feierlichen Eröffnung am Freitag, 8. November, haben Vertreter*innen der Kooperationspartner die Angebote vorgestellt. Grußworte hielten außerdem Senatorin Dr. Claudia Bogedan und Gesellschaftsverbund-Geschäftsführer Bernd Schmitt. Anschließend gab es bei einem kleinen Imbiss die Möglichkeit, des Austausches und die Räumlichkeiten kennenzulernen. Den musikalischen Rahmen bildeten der Kinderchor des St. Petri Kinderhauses und ein Gospelchor, die beide auf ganz unterschiedliche Weise den Raum musikalisch mit Energie füllten.

„Der Prozess hat lange gedauert, aber zu einem guten Ergebnis geführt“, so Schmitt. Ganze zehn Jahre seien vergangen seit der ersten Idee bis zur feierlichen Eröffnung. Ziel sei es von Anfang an gewesen, Kinder und Familien auch präventiv zu erreichen, mit Hilfen aus einer Hand. Die drei Angebote im Atriumhaus, zusammen mit vielen weiteren Angeboten im Stadtteil wie zum Beispiel Fitpoint, der Umweltlernwerkstatt oder dem Kunstatelier, seien ideal, um Familien mit passgenauen Angeboten zu erreichen. Darüber freute sich auch Senatorin Bogedan, die sich bei allen bedanke, die gerne in Tenever dazu beitragen, dass der Stadtteil zusammenwächst. „Ich bin froh, dass wir hier etwas Besonderes entsteht. Es ist ein integriertes Konzept. Das passt zu allem, was uns wichtig ist, um Kindern gute Bildungschancen zu ermöglichen“, so Senatorin Bogedan.

Zwar sei im Atriumhaus noch nicht alles ganz fertig, doch das sei ja auch gerade der Charme eines Neuanfangs, betonte Antje Busche von den Weltenbummlern. „Wir definieren uns darüber, was uns verbindet, nicht was uns trennt“, erklärte sie das Konzept der Kindertagesbetreuung im Atriumhaus.

Dr. Ramona Buchholz bedankte sich als stellvertretende Einrichtungsleitung und Fachbereichsleitung ambulante Hilfen bei den Teams und den Kolleg*innen für die gemeinsame Arbeit im Atriumhaus. „Wir sind hier alle gemeinsam und bauen etwas Neues auf. Es ist etwas Wunderbares, was hier entsteht“, so Buchholz.

Michael Doller, Fachbereichsleitung Teilstationäre Hilfen, der von Anfang an beim Projekt dabei war, sprach ebenfalls seine Hochachtung aus und warf einen Blick in die Zukunft: „Wir sind dabei, ein Konzept für dieses Haus zu entwickeln. Bei der ersten Skizze, wie wir gemeinsam etwas erreichen wollen, haben wir uns ein Motto gegeben: Zusammen einfach machen!“ Es gehe darum, Synergien und Ressourcen gemeinsam zu nutzen und das Haus so mit Leben zu füllen. „Wir werden Energie brauchen, denn es wird nicht einfach werden, aber wir werden die Energie nutzen“.

Ziel sei es immer, gute Angebote für die Menschen im Stadtteil zu schaffen und das in einem barrierefreien Haus unter einem Dach. Es seien nicht die Familien, die zu den Angeboten passen müssten, sondern die Angebote, die für die Familien perfekt sein müssten. „Die viele Tatkraft, die hier in diesem Haus vereint ist, wollen wir nutzen, um gemeinsam Familien zu unterstützen und Lösungen zu schaffen“, so Doller.

Text: Regina Bukowski